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Die neue Mietwohnung

Augen auf beim Wohnungswechsel: Das gilt es dabei zu beachten.

Nr. 29, 17. Dezember 2012

Eigentlich ist sie schon lange zu klein, zu zugig oder vekehrstechnisch ungünstig gelegen. Die alte Mietwohnung hat ausgedient und passt nicht mehr zur aktuellen Lebenssituation – aus welchen Gründen auch immer. Bei der Suche nach einer neuen Bleibe gilt es aber einiges zu beachten.

Die Wohnungssuche

Am besten finden sich Mietwohnungen über Inserate im Internet (meist ausführlich und mit Fotos) oder in Tageszeitungen sowie durch Tipps aus dem Bekanntenkreis. Das Spektrum dabei ist weit und reicht von Substandard bis Luxus. Entsprechend verklausuliert sind teils die Beschreibungen. Deshalb sollte sich der Wohnungssucher vorab darüber klar werden, welche Anforderungen er an die neue Unterkunft stellt. Dazu zählen z.B.:

  • Lage der Wohnung
  • Vorhandene Infrastruktur
  • Alt- oder Neubau
  • Größe der Wohnung
  • Befristeter oder unbefristeter Vertrag
  • Zusatzausstattung wie Parkplatz, Balkon, Lift etc.

So lässt sich das Angebot schon deutlich eingrenzen, und die Anzeigen lassen sich gezielt sortieren.

Die Besichtigung

Bei der Besichtigung der Wohnung selbst sind folgende Merkmale wesentlich:

  • Tatsächliche Lage, insbesondere Lärm, Helligkeit, Erreichbarkeit, Hellhörigkeit
  • Sichtbare Mängel der Wohnung
  • Ambiente des Hauses
  • Art der Heizung
  • Übrige Hausbewohner

Doppelrolle des Mieters

Bei einer Wohnungsbesichtigung befindet sich der potenzielle Mieter in einer Doppelrolle: Einerseits ist er der „Käufer“ des Objekts, andererseits ist er der „Verkäufer“ seiner Person. Denn Vermieter wollen vor allem ruhige, zahlungskräftige und verlässliche Mieter. Deshalb ist es wichtig, einen gepflegten und freundlichen Eindruck zu erwecken. Ein Einkommensnachweis erzeugt zusätzliches Vertrauen, ebenso eine gute Begründung, warum man auf Wohnungssuche ist.

Der Mietvertrag

Ein unterzeichneter Mietvertrag ist bindend. Deshalb am besten den Mietvertrag vorab aushändigen lassen und in Ruhe durchgehen. Sind Mängel in der Wohnung vorhanden, sollten diese im Mietvertrag vermerkt werden. Allfällige mündliche Absprachen sollten in den Vertrag aufgenommen werden, da sonst Beweisschwierigkeiten auftreten können. Der Mietvertrag sollte ebenfalls den aktuellen Stand des Strom- und Gaszählers enthalten sowie die Verzinsung der hinterlegten Kaution. Zusätzlich sollte der Mietvertrag die Klausel zur monatlichen Kündigungsmöglichkeit durch den Mieter enthalten.

Die Höhe der Miete

Neben der klassischen Miete sind monatlich auch Betriebskosten zu bezahlen. Diese decken die anteilsmäßige Müllgebühr, die Versicherung des Hauses oder die Kosten für den Rauchfangkehrer. Bevor der Mietvertrag unterschrieben wird, nochmals genau durchrechnen, ob diese Kosten tatsächlich leistbar sind. Zusätzlich zur Gesamtmiete sind auch noch regelmäßige Ausgaben für Heizung, Wasser und Strom einzuplanen.

Damit ist zu rechnen

Bei Unterzeichnung des Mietvertrags fallen – neben Miete und Betriebskosten für den ersten Monat – nochmals Kosten in Höhe von vier bis acht Monatsmieten an. Denn bei Vertragsunterzeichnung werden fällig:

  • Kaution: Sie beträgt zwischen drei und sechs Monatsmieten und dient der Absicherung des Vermieters vor Mietentgang oder Beschädigungen. Allerdings bekommt der Mieter diese Zahlung samt Zinsen retourniert, wenn er aus der Wohnung auszieht, alles bezahlt ist und die Wohnung in ordentlichem Zustand ist.
  • Maklerprovision: Wird die Wohnung über einen Makler vermittelt, darf die Vermittlungsgebühr bei einer bis drei Jahre befristeten Wohnung eine Monatsmiete und bei allen anderen Verträgen zwei Monatsmieten betragen.

Zusätzlich ist die Mietvertragsgebühr an das Finanzamt zu überweisen. Entsprechend der Vertragsdauer beträgt sie 1% der Bruttomiete der Vertragsdauer oder bei unbefristeten Verträgen 1% der dreifachen Jahresmiete.

Korrekt kündigen

Sobald der neue Mietvertrag unterschrieben ist, gilt es, die bestehende Wohnung so rasch wie möglich zu kündigen, damit die Doppelbelastung durch zwei Wohnungen nur kurz ist. Ein Blick in den Mietvertrag zeigt, welche Fristen einzuhalten sind. Die Kündigung muss eingeschrieben und pünktlich beim Vermieter eintreffen.

Ablösen und Kautionsrückstellung

Spätestens 14 Tage nach der Kündigung, allerspätestens jedoch bei der Rückgabe der Wohnung, ist der Antrag auf Zahlung einer Ablöse für größere Investitionen (Einbau eines Bades, Erneuerung des schadhaften Fußbodens oder Boilers) zu stellen. Für die erbrachten Arbeiten und das Material müssen die Rechnungen beigelegt werden!
Der Mieter ist beim Auszug verpflichtet, die Wohnung geräumt zurückzugeben, das heißt in dem Zustand, in dem er die Wohnung übernommen hat. Allerdings dürfen Spuren gewöhnlicher Abnützung bemerkbar sein. Im Gegenzug ist der Vermieter verpflichtet, bei Rückgabe der Wohnung die hinterlegte Kaution samt Zinsen zu retournieren.

Ausgeglichenes Verhältnis zwischen Eigentümern und Mietern

Insgesamt wohnen in Österreich 44% der Bevölkerung in Eigentum. Allerdings zählen auch 37% zu den Mietern und 5% wohnen in einer Wohngemeinschaft. Ganze 11% wohnen bei der Familie oder Freunden, ohne sich an den Kosten zu beteiligen.

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Patrick Herwarth

Pressesprecher
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