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Tipps fürs richtige Veranlagen

Sich die Weisheiten anderer zunutze machen.

Nr. 35, 12. Dezember 2013

Wirtschaft und Finanzen – zahlreiche Expertinnen und Experten haben sich bereits darüber den Kopf zerbrochen, wie der homo oeconomicus tatsächlich tickt, oder ob es ihn gar nicht gibt. Daraus stammen zahlreiche Tipps, die dabei helfen, sich besser um sein Geld zu kümmern oder klassische Anlegerfallen zu vermeiden. Zu den wichtigsten zählen:

Streuung als A und O

Diversifikation ist hier das Zauberwort. Ziel ist es, durch gezieltes Streuen der Anlageformen das Risiko zu verteilen und Verluste in einem Bereich durch Gewinne in einem anderen auszugleichen. Dabei wird unterschieden zwischen den diversen Anlagemöglichkeiten: vom Sparkonto bis zur Lebensversicherung, vom Fonds bis zu Gold. Wie das Risiko optimal gestreut werden kann und welche Anlageformen in das Portfolio sollten, hängt vor allem von den Lebensumständen und dem gewünschten Risiko ab. Aus den Augen gelassen werden sollten nie die mit Anlageformen verbundenen Kosten. Denn für eine Handvoll Wertpapiere stets die Gebühren für ein Konto zu zahlen, macht kleine Gewinne rasch zunichte. Auch bei Fonds gilt es, auf Zusatzkosten wie Ausgabeaufschlag, Agio, Verwaltungskosten zu achten.

Nicht nur Bekanntes

Gerade Anleger laufen häufig Gefahr, in die Falle zu tappen, nur Bekanntes und vor allem viel Besprochenes zu kaufen. Denn in den Medien präsente oder auch im Bekanntenkreis oft diskutierte Informationen beeinflussen das Informationsverhalten. Hier hilft es nur, aktiv gegenzusteuern, entweder durch gründlichere Recherchen und vertiefte Information oder durch kritisches Hinterfragen. Auch ist die Versuchung groß, vor allem in Unternehmen aus dem eigenem Land oder dem eigenen Sprachraum zu investieren – einfach, weil man das Gefühl hat, sich hier besser auszukennen.

Lob der Trägheit

Trägheit ist gerade in Finanzdingen nicht unbedingt negativ, wenn sie bedeutet, dass man bei einmal getroffenen Entscheidungen bleibt. Dazu gehört zum Beispiel, weiterhin den regelmäßigen Sparplan einzuhalten, auch wenn die Zinsen gerade niedrig sind. Aber auch das Einrichten von Daueraufträgen hilft beim Sparen. Verhindert man so doch teure Mahnspesen, wenn die Bezahlung vergessen wird. Trägheit ist auch dann gut, wenn man nicht Gefahr läuft, von einem Trend mitgerissen zu werden. Träge Investoren reagieren nur langsam auf Investitionsmoden – und bleiben so gefeit vor negativen Folgen, wenn Blasen platzen.

Wenn Trägheit schadet

Verändern sich die Marktbedingungen und das wirtschaftliche Umfeld, ist es meist notwendig, die eigene Anlagestrategie zu hinterfragen und gegebenenfalls neu auszurichten. Denn nur wer bereit ist, sich auch an Veränderungen anzupassen, kann sein Investitionsverhalten optimieren. Auch langfristige Investitionen sollten immer wieder auf die bestehenden Anforderungen ausgerichtet werden. Jemand, der kurz vor Pensionsantritt steht, sollte anders veranlagen als jemand, der gerade in den Beruf eintritt.

Zu schön um wahr zu sein

Großartige Gewinnmöglichkeiten halten nur selten das, was sie versprechen. Jeder Gewinn enthält auch ein Risiko oder auf gut Deutsch: Alles hat seinen Preis. Denn je höher die Gewinnchancen, umso höher auch das Risiko. Bei einem vermeintlich heißen Tipp oder einem tollen Angebot hilft nur eines: das Fragen nach den Fakten. Denn nur mit vollständigen Informationen lassen sich die Vor- und Nachteile eines Angebots realistisch einschätzen.

Selbstüberschätzung macht es teuer

Dazu zählen folgende Fehler:

  • Glauben an trügerisches Wissen: Oft glauben Anleger, das Unternehmen, die Branche oder den Markt genau zu kennen. Warnsignale werden dann nicht ernst genommen.
  • „Disposition Effect“: Dabei werden sich gut entwickelnde Aktien zu rasch verkauft, um den Gewinn mitzunehmen, und Verliereraktien zu lange gehalten in der Hoffnung, dass sie sich besser entwickeln.
  • Häufige Veränderung des Portfolios: Überselbstbewusste Anleger tendieren dazu, ihr Portfolio oft umzuschichten, da sie überzeugt sind, so ihren Gewinn zu optimieren. Meist wird dieser aber durch Nebenkosten und Gebühren aufgefressen.
  • Gewinnen macht süchtig: Wer mit einer Anlageform Erfolg hat, tendiert dazu, mehr davon zu kaufen.

Das macht jeder so!

Investoren neigen dazu, sich Trends anzuschließen – vor allem, wenn sie sich nicht so gut auskennen. Aber: Der Markt hat nicht immer Recht. Nur weil viele von einem Investment überzeugt sind, spricht das nicht notwendigerweise für die Qualität.

Falsches Wunschdenken

Der Wunsch nach etwas, wie zum Beispiel steigende Aktienkurse, hindert Investoren häufig daran, Verlustträger abzustoßen. Besteht doch stets die Hoffnung, dass sie sich doch noch entwickeln können. Hand in Hand geht damit oft selektive Wahrnehmung nur der Nachrichten und Informationen, die die getroffene Entscheidung bestätigen. Hinzu kommt, dass Menschen den Wert ihres Besitzes meist überschätzen und nicht realistisch bewerten. Um diesen Fehler zu vermeiden, hilft es oft, die eigene Veranlagungsstrategie aus einer neutralen Perspektive heraus zu bewerten.

Pressekontakt

Patrick Herwarth

Pressesprecher
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