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Richtig spenden

So kommt das Geld dort an, wo es gebraucht wird.

Nr. 35, 12. Dezember 2013

Jedes Jahr vor Weihnachten bitten Hilfsorganisationen vermehrt um Spenden und um Unterstützung. Kein Wunder, denken doch viele gerade in dieser Zeit daran, anderen zu helfen, denen es weniger gut geht. Laut Fundraising Verband Austria wird in der Vorweihnachtszeit ein Fünftel des jährlichen Spendenvolumens erzielt. Für 2013 wird ein Spendenaufkommen von insgesamt rund 510 Millionen Euro erwartet. Sechs von zehn Österreichern spenden, bevorzugt für Kinder, Tiere und die Bekämpfung des Hungers.

Auswahl der Spendenaktion

Für Spendenwillige ist es gar nicht so leicht, aus den zahlreichen spendenwerbenden Einrichtungen die passende zu finden. Hilfreich ist es, vorab die eigenen Motive für eine Spende zu erforschen. Zu den Kernfragen dabei zählen:

  • Wen möchte ich unterstützen? Kinder, Tiere, Kranke, Bedürftige etc.
  • Wo will ich helfen? Österreich, Europa, Asien, Afrika, Lateinamerika
  • Möchte ich eine große Einrichtung unterstützen oder lieber eine kleine?
  • Möchte ich einmalig spenden oder dauerhaft?

Qualität erkennen

Um Hilfseinrichtungen zu kennzeichnen, die sich besonderen Kriterien in Transparenz und Spendenverwendung unterwerfen, wurde 2001 das Spendengütesiegel als freiwillige Auszeichnung für spendenwerbende Organisationen eingerichtet. Die Kammer der Wirtschaftstreuhänder hat das Gütesiegel bereits an mehr als 233 Organisationen vergeben. Um das Spendengütesiegel zu erlangen, werden die Einrichtungen durch unabhängige Prüfer auf die transparente, widmungsgemäße und wirtschaftliche Verwendung der Spendengelder geprüft. Dazu werden Finanzen, Kontrollsysteme, Mittelverwendung und die Lauterkeit der Spendenwerbung unter die Lupe genommen. Welche Einrichtungen das Spendengütesiegel führen dürfen, ist unter www.osgs.at ersichtlich.

Spenden und steuerlich profitieren

Wer spendet, tut anderen etwas Gutes und hat dabei sogar selbst Vorteile. Denn eine Spende an eine vom Finanzministerium unter http://service.bmf.gv.at anerkannte, spendenbegünstigte Organisation ist seit 2009 steuerlich absetzbar.

So funktioniert die steuerliche Geltendmachung

Waren bis 2012 Spenden an spendenbegünstigte Einrichtungen an die 10%-Grenze der Einkünfte bzw. des Gewinns des Vorjahres geknüpft, so beziehen sich die zulässigen 10% seit 2013 auf Einkünfte bzw. Gewinn des laufenden Jahres. Spenden an nicht angeführte Einrichtungen sind freiwillige Zuwendungen und als solche nicht abzugsfähig.
Konkret funktioniert die steuerliche Geltendmachung so:

  • Spende an eine anerkannt spendenbegünstigte Organisation
  • Nachweis der Spende mittels Einzahlungsbeleg, Dauerauftrag oder Kontoabbuchung bzw. Spendenbestätigungen der begünstigten Organisation.
  • Privatspender können ihre Spende als Sonderausgabe in der ArbeitnehmerInnenveranlagung geltend machen.
  • Unternehmen können die Spende als Betriebsausgabe im Rahmen der Gewinnermittlung absetzen.

Die Belege müssen sowohl von Privaten als auch Unternehmen sieben Jahre aufbewahrt werden. Anonyme Spenden können nicht abgesetzt werden. Ebenso sind nur die genannten Spender steuerabzugsberechtigt.

Mehr spenden ohne höhere Belastung

Die steuerliche Absetzbarkeit ermöglicht eine höhere Spende, ohne tatsächlich mehr zu bezahlen, da man sich ja die Steuerersparnis vom Finanzamt zurückholen kann. Unter www.spendenrechner.at lässt sich ganz einfach und anonym berechnen, wie hoch die Spende bei steuerlicher Absetzbarkeit sein kann, ohne das Einkommen tatsächlich mehr zu belasten.

Dauerhaft helfen oder eine Patenschaft

Immer wieder betonen wohltätige Einrichtungen, dass ihnen mit Daueraufträgen doppelt geholfen ist. Der Vorteil daran ist, dass die Hilfsorganisationen mit den regelmäßigen Spenden besser planen können. So helfen regelmäßige Spenden dabei, Hilfsprojekte dauerhaft abzusichern. Eine besondere Spendenvariante ist eine Patenschaft. Dabei unterstützt der Spender z.B. ein Kind über mehrere Jahre hinweg im Alltag und bei der Ausbildung. Darüber hinaus ist auch ein persönlicher Briefkontakt möglich. Kleine Summen an viele Einrichtungen helfen zwar auch, bringen aber konkret weniger Nutzen als größere Beträge an wenige ausgewählte Hilfsorganisationen.

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Pressekontakt

Patrick Herwarth

Pressesprecher
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