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Kinder finanzfit machen

Die eigenen Finanzen im Griff zu haben ist eine der Grundkompetenzen im Leben. Tipps, wie man Kinder darauf vorbereiten kann, finanziell auf eigenen Füßen zu stehen, sind hier zusammengefasst.

Nr. 62, 3. Mai 2016

Die Jugend von heute geht einer unsichereren finanziellen Zukunft entgegen als frühere Generationen – so die Meinung von fast drei Viertel der Österreicherinnen und Österreicher. 71% stimmen der Aussage zu, dass es für junge Leute heute noch wichtiger ist, den Umgang mit Geld zu lernen als in der Vergangenheit. Das ergab die ING International Survey 2015. Dementsprechend ist es besonders wichtig, Finanzen in den Familien zum Thema zu machen und – so schwer es auch sein mag – Kindern ein Vorbild zu sein.

Umgang mit Geldgeschenken

Der erste Kontakt mit eigenem Geld erfolgt meist durch gut gemeinte Geldgeschenke. Hier ist es Aufgabe der Eltern, dem Kind bei Umgang und Verwendung beizustehen. Dazu zählen:

  • Möglichkeiten zur Aufbewahrung (Sparschwein, Geldbörse etc.)
  • Ein Sparbuch oder –konto gemeinsam eröffnen
  • Unterstützung bei der Planung der Verwendung

Erste Trainingseinheit mit Taschengeld

Mit Hilfe des Taschengelds haben Kinder die Möglichkeit, den regelmäßigen Umgang mit Geld zu trainieren, und lernen dabei ganz nebenbei, die Finanzen im Blick zu haben. Wichtig sind klare Regeln je nach Entwicklung des Kindes, wie zum Beispiel:

  • Regelmäßige Auszahlung
  • Kein Vorschuss, wenn das Kind pleite ist
  • Entscheidung des Kindes über die Verwendung, aber Gespräche darüber
  • Möglichkeit zum Aufbessern durch Übernahme zusätzlicher Arbeiten
  • Festlegen, ob auch Alltagsausgaben mit Taschengeld zu bestreiten sind (Budgeteinteilung)
  • Vereinbarungen schriftlich festhalten, um „Erinnerungslücken“ vorzubeugen

Beispiel für eine Empfehlung über die Höhe des Taschengeldes.

Selbständig mit dem ersten Konto

Ein Konto bedeutet den Schritt von „realem Bargeld“ hin zu „abstraktem Buchgeld“. Bei der Auswahl des geeigneten Kontos kann der Bankenrechner der Arbeiterkammer helfen. Auch Aspekte wie Jugendclub, Eröffnungsgeschenk, Mobile Banking und gegebenenfalls auch die Erreichbarkeit der Filialen sollten eine Rolle dabei spielen. Auch die Anforderungen an Planen und Entscheiden steigen mit dem eigenen Konto. Besonders wichtig ist es daher, anfangs beim Bewahren des Überblicks über die Finanzen zu helfen. Dazu zählen die Kontrolle des Kontos oder auch das Führen eines Haushaltsbuchs. Auch der Einsatz der Bankomatkarte sollte besprochen und vorausschauend das Thema Überziehungsrahmen diskutiert werden. Wer vermitteln kann, dass es überhaupt nicht cool ist, wenn das Konto überzogen ist, hat schon viel gewonnen.

Damit junge Erwachsene nicht in die Schuldenfalle rutschen

Schuldnerberatungsstellen sind mit immer jüngeren Klienten konfrontiert. Handykosten, das erste Auto oder gar die erste eigene Wohnung sind oft der Einstieg in eine Schuldenkarriere, die nur mehr schwer in den Griff zu bekommen ist. Wenn sich die Anzeichen von Finanzproblemen beim Nachwuchs mehren, nicht davor scheuen, die Angebote der Schuldnerberatung in Anspruch zu nehmen bzw. auch die jungen Erwachsenen darüber zu informieren, wie unter www.schuldenberatung.at oder besonders für Jugendliche unter www.klartext.at.

Reden, reden, reden

Was grundsätzlich für Erziehung gilt, gilt vor allem auch für Finanzen: In der Familie darüber reden. So soll das Thema Geld immer wieder besprochen werden. Anlassfälle dazu gibt es viele: Seien es die Kosten für eine Klassenreise, der Einkauf im Alltag oder die neuen Schuhe. Ganz wesentlich sind dabei die folgenden Punkte:

  • Eine für Kinder und Jugendliche nachvollziehbare Verbindung zwischen Ausgaben und Einnahmen herstellen: Das klappt zum Beispiel mit dem Hinweis, wie lange dafür gearbeitet werden muss oder in welcher Relation die Ausgaben zueinander stehen.
  • Vorbild sein: Die Themen Konsumieren, Sparen und Finanzieren bewusst kommunizieren.
  • Nebenjobs vereinbaren bzw. zu Ferienjobs ermutigen: Zu sehen, wie lange es dauert, Geld zu verdienen, kann die richtige Perspektive auf die Konsumlaune legen.
  • Familienausgaben gemeinsam besprechen, Angebote vergleichen, Vor- und Nachteile diskutieren

Pressekontakt

Patrick Herwarth

Pressesprecher
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