Startseite (ALT+1) Zum Inhalt (ALT+2) Zu den Zusatzinformationen (ALT+3) Zum Anfang (ALT+4) Suche (ALT+5) Zum Online-Banking Login (ALT+6)
ING Redaktionsservice
Zurück zur Übersicht

Staatlich geförderte Vorsorge

So wird die private Pensionsvorsorge unterstützt.

Nr. 36, 12. Februar 2014

Privat für die Pension vorsorgen – ein heißes Thema, das aufgrund der demografischen Entwicklung immer relevanter wird. Ist doch zu befürchten, dass die Pensionen der Zukunft geringer ausfallen und die Pensionslücke größer klafft. Umso mehr in den Mittelpunkt rückt die private Altersvorsorge. Investitionen in diese Richtung werden von der öffentlichen Hand gefördert – auch wenn diese Unterstützung in den letzten Jahren reduziert wurde.

Steuerliche Absetzbarkeit

Im Einkommenssteuergesetz sind die privaten Ausgaben genannt, die als Sonderausgaben im Rahmen der ArbeitnehmerInnenveranlagung Jahr für Jahr geltend gemacht werden können. Dazu zählen auch:

  • freiwillige Beiträge zur Pensionsversicherung
  • ArbeitnehmerInnen-Beiträge zu Pensionskassen, sofern dafür keine staatliche Prämie für die Zukunftsvorsorge kassiert wurde

Diese Positionen gehören zu den Sonderausgaben mit Höchstbetrag und Viertelung. Maximal geltend gemacht werden können derzeit 2.920 Euro (ohne Alleinverdienerabsetzbetrag). Allerdings vermindert sich der absetzbare Betrag ab einem steuerpflichtigen Jahreseinkommen von mehr als 36.400 Euro. Bei einem Jahreseinkommen ab 60.000 Euro entfällt die Abzugsfähigkeit zur Gänze.

Prämiengeförderte Zukunftsvorsorge

Dabei unterstützt der Staat die Eigeninitiative, die Pensionsvorsorge zusätzlich zur gesetzlichen auch selbst in die Hand zu nehmen. Bei der prämiengeförderten Zukunftsvorsorge gibt es eine staatliche Förderung von aktuell 4,25% (Bandbreite zwischen 4,25 und 6.75%) der einzahlbaren maximalen Jahresprämie von 2.495,12 Euro. Das entspricht insgesamt einer Prämie von 106,04 Euro im Jahr 2014. Es fallen keine Steuern, wie Kapitalertragssteuer oder Versicherungssteuer, an. Auch die Auszahlung im Rahmen einer monatlichen Pension erfolgt einkommensteuerfrei. Die Sicherheit des einbezahlten Kapitals und der erworbenen Prämien ist garantiert.

Ab zehn Jahren Einzahlungszeit und einem Mindestalter von 40 Jahren kann die Auszahlung erfolgen. Möglich ist hier eine monatliche Rente, aber auch eine Einmalauszahlung, die allerdings Nachteile bringt (Nachversteuerung der Erträge in der Höhe von 25% sowie Rückerstattung der Hälfte der staatlichen Förderung). Andere Möglichkeiten sind die Einbringung des Kapitals in eine Pensionszusatzversicherung, eine Pensionskasse oder eine andere Zukunftsvorsorgeeinrichtung. Auch bei diesen Varianten entstehen keine finanziellen Nachteile.

Abfertigung neu

Seit 2003 gibt es die Abfertigung neu für alle, die ein neues Dienstverhältnis antreten. Seit 2008 gilt sie auch für freie Dienstnehmer und Selbstständige sowie Lehrlinge. Bereits ab dem zweiten Monat des Arbeitsverhältnisses besteht der Anspruch, der auch in das nächste Dienstverhältnis mitgenommen werden kann – auch bei Selbstkündigung. Der Arbeitgeber zahlt den Abfertigungsfreibetrag gemeinsam mit dem Sozialversicherungsbeitrag an die Krankenkasse, die diesen dann an die Abfertigungskasse weiterleitet. Aufbewahrt wird die Abfertigung in den sogenannten Betrieblichen Vorsorgekassen. Der geleistete Beitrag scheint jeweils am Lohnzettel auf. Jeder Arbeitnehmer hat ein eigenes Abfertigungskonto, über dessen Stand er jährlich informiert wird.

Bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses kann unter Einhaltung der erforderlichen Wartezeit der Arbeitnehmer entscheiden, wie mit dem bisher erworbenen Geld weiter verfügt werden soll. Zur Auswahl stehen:

  • Weiterveranlagung
  • Übertragung in die Abfertigungskasse des neuen Arbeitgebers
  • Überweisung in eine Zusatzpensionsversicherung
  • Erwerb von Pensionsinvestmentfondsanteilen
  • Übertragung in die bestehende Pensionskasse des Arbeitnehmers

Ein Anspruch auf Auszahlung besteht erst nach drei Einzahlungsjahren und nur bei Arbeitgeberkündigung bzw. unverschuldeter Entlassung, berechtigtem Austritt, einvernehmlicher Auflösung, Zeitablauf oder Mutterschaftsaustritt. Bei Selbstkündigung bleibt der Abfertigungsanspruch in der Abfertigungskasse.

Bei Pensionsantritt kann jeder binnen drei Monaten über Antrag frei wählen, wie er mit dem Geld aus seiner Abfertigungskasse verfahren will. Zu den Möglichkeiten zählen:

  • Auszahlung der Abfertigung – allerdings ist diese Auszahlung mit 6% zu versteuern
  • Rentenversicherung
  • Veranlagung in Pensionsinvestmentfondsanteilen oder in Pensionskassen

Pressekontakt

Patrick Herwarth

Pressesprecher
+43 1 68000 - 50181
presse@ing.at

Telefon

Sie erreichen uns 24/7 unter 0800 22 11 22 – oder nutzen Sie unseren Rückruf-Service.

E-Mail

Schreiben Sie uns über das Kontaktformular oder einfach direkt an info@ing.at

Vielleicht auch interessant:

Zur Suche
Zum Anfang scrollen
Für ein besseres Nutzererlebnis aktivieren Sie bitte JavaScript in Ihrem Browser.