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Finanz-To-dos zum Jahresende

Was es zu beachten gilt.

Nr. 35, 12. Dezember 2013

Das Jahresende ist gerade in Finanzangelegenheiten hektischer als sonst. Gilt es doch, Ausgaben noch steuerschonend unterzubringen sowie Angelegenheiten vor dem letzten Tag des Jahres zu regeln. Denn gerade in Steuer- und Finanzdingen gilt die Aussage „Am 32. Dezember ist es zu spät.“

Letzte Chance für ArbeitnehmerInnenveranlagung von 2008

Für die Einreichung der freiwilligen ArbeitnehmerInnenveranlagung hat man fünf Jahre Zeit. Bis 31.12. 2013 besteht noch die Möglichkeit, die ArbeitnehmerInnenveranlagung des Jahres 2008 einzubringen. Danach ist dieser Anspruch verjährt, und es kann kein Geld mehr vom Finanzamt zurückgefordert werden.

Den Jahresausgleich beeinflussen

Im Dezember ist die letzte Chance, den Jahresausgleich des laufenden Kalenderjahres noch zu beeinflussen und so die fällige Steuerlast zu reduzieren. Diese Möglichkeit besteht sowohl für unselbstständig Erwerbstätige und Pensionisten im Rahmen der ArbeitnehmerInnenveranlagung als auch für Selbstständige durch die Einkommenssteuererklärung. Sinnvoll ist dies allerdings nur, wenn das ganze Jahr über durchgehend gearbeitet wurde und das gesamte jährliche Einkommen mindestens 12.000 Euro beträgt. Die Bemessungsgrundlage basiert auf den laufenden Bruttobezügen abzüglich der Sozialversicherungsausgaben – allerdings ohne Sonderzahlungen. Wird dieser Wert überschritten, dann macht es Sinn, durch gezielte Ausgaben noch am Jahresende gegenzusteuern.

Welche Ausgaben werden berücksichtigt?

Beim Jahresausgleich werden Ausgaben berücksichtigt, die im Laufe des Jahres das Einkommen geschmälert haben. Diese Zahlungen werden unter den Fachbegriffen Sonderausgaben, Werbungskosten, aber auch außergewöhnliche Belastungen zusammengefasst. Je nach den privaten Verhältnissen können Eltern auch den Alleinverdiener- oder den Alleinerzieherabsetzbetrag geltend machen. Jeder der Begriffe und welche Ausgaben darunter fallen können ist gesetzlich genau definiert. Genaue Informationen dazu gibt es auf der Website des Finanzministeriums unter www.bmf.gv.at.

Arten des Jahresausgleichs

Ein Jahresausgleich kann nicht nur freiwillig erfolgen, in manchen Fällen ist er auch verpflichtend vorgeschrieben.
So bei der ArbeitnehmerInnenveranlagung, wenn das Einkommen 12.000 Euro übersteigt und zum Beispiel, folgende weiteren Voraussetzungen vorliegen:

  • Bezug von zwei oder mehr lohnsteuerpflichtige Einkünften gleichzeitig
  • Andere Einkünfte überschreiten die Pflichtveranlagungsgrenze von 730 Euro

Die Frist zur Einreichung endet am 30. September des Folgejahres.

Die Pflicht zur Abgabe einer Einkommenssteuererklärung besteht, wenn

  • das Finanzamt dazu auffordert
  • neben lohnsteuerpflichtigen Einkünften auch andere Einkünfte (z.B. aus
  • Werkverträgen) von insgesamt mehr als 730 Euro anfallen und das gesamte Einkommen 12.000 Euro übersteigt.

Die Abgabe muss bis 30. April bzw. 30. Juni (bei Onlineerklärungen) des Folgejahres erfolgen.

Verfahrensablauf

Seit 2003 besteht die Möglichkeit, den Jahresausgleich elektronisch über www.finanzonline.at einzureichen. Genauso ist für ArbeitnehmerInnenveranlagungen auch die postalische Übermittlung oder das persönliche Abgeben beim zuständigen Wohnsitzfinanzamt möglich. Die Anträge werden in der Reihenfolge des Einlangens bearbeitet. Eine entstehende Gutschrift wird auf das angegebene Konto überwiesen.
Das Finanzamt bittet um die Beachtung folgender Regeln:

  • Bitte nicht nachfragen. Der Verfahrensweg wird dadurch nicht kürzer.
  • Bei der Kontoverbindung bitte den IBAN angeben, da mit 1.2.2014 die endgültige Umstellung erfolgt.
  • Sowohl bei der Einkommenssteuererklärung als auch bei der ArbeitnehmerInnenveranlagung keine Belege beilegen. Bei Bedarf fordert das Finanzamt diese an.
  • Die Formulare vollständig und sorgfältig ausfüllen.

Nähere Informationen erteilt das Bürgerservice des Finanzministeriums unter 0810 001228 (Mo. – Fr. von 08.00 – 17.00 Uhr) bzw. sind sie unter der Website www.bmf.gv.at zu finden. Wer mit dem Einkommenssteuerbescheid nicht zufrieden ist, kann innerhalb eines Monats eine begründete Berufung einlegen. Sollte eine freiwillige ArbeitnehmerInnenveranlagung eine Nachforderung ergeben, kann diese binnen eines Monats schriftlich zurückgezogen werden.

Pressekontakt

Patrick Herwarth

Pressesprecher
+43 1 68000 - 50181
presse@ing.at

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