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Die Mitversicherung

Anspruch auf Leistungen der Sozialversicherung: Wer davon profitieren kann.

Nr. 33, 7. August 2013

Die Mitversicherung sorgt dafür, dass nicht selbst sozialversicherte Angehörige gegen Unfälle und Krankheiten abgesichert sind. Grundvoraussetzung für einen Bezug ist, dass die Angehörigen ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Österreich haben. Allerdings ist die Mitversicherung nicht immer automatisch – und auch nicht immer kostenlos.

Leistungsvoraussetzung: Angehörig

Die Mitversicherung ist für Angehörige möglich. Wer in diese Personengruppe fällt, wird genau von der Krankenversicherung aufgezählt:

  • Ehegatten
  • Eingetragene Partner
  • Kinder: dazu zählen eheliche und legitimierte Kinder, Wahlkinder, uneheliche Kinder auf jeden Fall bei den Müttern (bei den Vätern unter bestimmten Voraussetzungen), Stiefkinder, Pflegekinder
  • Enkel, die im gleichen Haushalt wie der Versicherte leben
  • Lebensgefährten
  • Haushaltsführende Personen
  • Pflegende – allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen
  • Ausdrücklich ausgenommen von einer Mitversicherung sind dagegen folgende Personen:
  • Personen mit eigener Krankenversicherung
  • Freiberuflich selbständig Erwerbstätige
  • Pensionsbezieher
  • Versicherte nach dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz sowie betriebsführende Land- und Forstwirte
  • im Ausland Erwerbstätige, die im Inland pflichtversichert wären
  • Angehörige (außer Gatten, eingetragenen Partnern sowie Kindern) von in der Krankenversicherung Selbstversicherten

Details für den Einzelfall liefert der Online-Ratgeber zur Mitversicherung von Angehörigen der Sozialversicherung unter www.sozialversicherung.at.

Mitversicherung von Kindern

Klassisch ist die beitragsfreie Mitversicherung der Kinder bei ihren Eltern. Diese ist auch möglich für Wahl-, Pflege- und Stiefkinder sowie Enkel, allerdings unter der Voraussetzung, dass diese mit dem Versicherten im gleichen Haushalt wohnen. Sind beide Eltern eines Kindes versichert, kann bei Inanspruchnahme der Leistungen gewählt werden, welche Versicherung in Anspruch genommen wird. Auch wenn sich die Eltern scheiden lassen, bleibt das Kind weiterhin bei beiden Eltern mitversichert.

Mitversicherung von jungen Erwachsenen

Damit die Mitversicherung auch nach Vollendung des 18. Lebensjahrs aufrecht bleibt, ist der Nachweis einer Schul- und Studienbestätigung notwendig. Die Obergrenze für die Mitversicherung eines Studenten liegt bei der Vollendung des 27. Lebensjahres. Danach muss sich der junge Erwachsene selbst versichern. Bis dahin muss aber regelmäßig nachgewiesen werden, dass das Studium erfolgreich fortgeführt wird.
Jugendliche, die nach dem 18. Lebensjahr die Ausbildung abgeschlossen haben, aber nicht erwerbstätig sind, können weitere 24 Monate mitversichert werden.
Liegt ein körperliches oder geistiges Gebrechen des Kindes vor, kann dieses unbefristet mitversichert werden. Als Nachweis ist ein ärztlicher Befund notwendig.
Hinweis: Unterbricht ein Ferienjob die Mitversicherung, muss diese danach wieder beantragt werden!

Ansprüche des Ehegatten oder eingetragenen Partners

Es besteht auch die Möglichkeit, den Ehegatten oder eingetragenen Partner mitzuversichern, wenn er nicht über eine eigene Sozialversicherung verfügt. Allerdings ist das nur unter folgenden Voraussetzungen kostenlos möglich:

  • Der mitversicherte Gatte kümmert sich um mindestens ein im Haushalt lebendes Kind.
  • Er hat sich früher mindestens vier Jahre lang um ein im Haushalt lebendes Kind gekümmert.
  • Der Mitversicherte bezieht selbst Pflegegeld mindestens der Stufe 3
  • Der Mitversicherte pflegt den Ehegatten, der mindestens Pflegegeld der Stufe 3 bezieht
  • Es liegt soziale Schutzbedürftigkeit vor, wie z.B. Bezug von Notstandshilfe etc.
  • Das Netto-Einkommen übersteigt eine festgelegte Grenze nicht

Ist keine kostenlose Mitversicherung möglich, richtet sich die Beitragshöhe nach der Höhe des sozialversicherungspflichtigen Einkommens. Aktuell liegt der Satz bei 3,4% der Beitragsgrundlage des Versicherten (z.B. Einkommen).
Hinweis: Nach einer Scheidung und dem damit verbundenen Wegfall der Mitversicherung besteht die Möglichkeit zur Selbstversicherung.

Möglichkeiten bei Lebensgemeinschaften

Die Möglichkeit zur Mitversicherung besteht auch bei Lebensgemeinschaften unter der Voraussetzung, dass Versicherter und Mitversicherter seit mindestens zehn Monaten in einer Hausgemeinschaft leben und der nicht versicherte Partner unentgeltlich den Haushalt führt. Für eine kostenlose Mitversicherung müssen die gleichen Voraussetzungen wie bei Ehepaaren erfüllt sein.

Pressekontakt

Patrick Herwarth

Pressesprecher
+43 1 68000 - 50181
presse@ing.at

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