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ING Presse
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Berechnungen des ING Economic Departments: London 2012 im ökonomischen Rückblick – ein Medaillenspiegel der anderen Art

Aus Sicht der Ökonomen hält die Rückschau auf die 30. Olympischen Spiele in London einige Überraschungen bereit – Inselstaat Grenada führt die ökonomische Medaillenbilanz an – Medaillen dank gestiegener Rohstoffpreise mehr wert

Wien, 13. August 2012

Die Olympischen Spiele in London 2012 sind Geschichte. Eine Geschichte, die für die österreichischen Olympioniken, das ÖOC und die heimische Sportpolitik leider kein Happy End hatte – und sicherlich noch für heftige Diskussionen sorgen wird. Umso interessanter ist daher ein Rückblick der anderen Art – zur Verfügung gestellt vom Economic Department von ING. Die Ökonomen haben sich den klassischen Medaillenspiegel aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten angesehen – und so den wirtschaftlichen Wert der errungenen Gold-, Silber- und Bronzemedaillen sowie die daraus resultierende „olympische Performance“ der Teilnehmernationen (kalkuliert jeweils am Medaillenwert gemessen an einer Mio Einwohner) ermittelt:

Die Grafik zeigt den Medaillenspiegel der Olympischen Spiele in London 2012 aus ökonomischer Sicht.
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Nationenvergleich nach Performance

In den vergangenen 17 Tagen haben tausende Athleten um Medaillen in ihren Disziplinen gekämpft – mit Resultaten basierend auf Zeit, Weiten oder Punkten konnten so nach klaren Kriterien die Gewinner ermittelt werden. Der Nationenvergleich gemessen an der Performance ist hier ein wenig schwieriger – abgesehen vom altbekannten, klassischen Medaillenspiegel in Gold, Silber oder Bronze. Dieser impliziert jedoch, dass große Nationen wie etwa USA oder China sehr oft diese anführen, da sie einfach mehr „Athletenpotenzial“ haben als kleinere Nationen. Eben dieser Umstand hat das Team des ING Economic Departments zu den Berechnungen inspiriert – analog zu den Berechnungen des relativen Wohlstandes von Nationen, die das BIP (Bruttoinlandsprodukt) noch durch die Anzahl der Einwohner teilen.

Pro-Kopf-Wert der olympischen Medaillen London 2012

Gemessen am realen Edelmetallwert der Medaillen und der Einwohnerzahl (berechnet jeweils auf eine Million) ergibt sich für London 2012 somit ein überraschendes Bild: die Goldmedaille von Kirani James (400 Meter) katapultiert den kleinen Inselstaat Grenada an die Spitze, gefolgt von den Inseln der Bahamas und Usain Bolts‘ Jamaica. Aus wirtschaftlicher Sicht war London 2012 für die Karibik somit ein wahrer Goldschatz.

Goldmedaille um 700 Euro, Bronzemedaille fast wertlos

Sieht man sich den realen Wert der einzelnen Medaillen an, so können sich die „Goldathleten“ über einen 412 Gramm schweren Halsschmuck (bestehend aus 10,14 Gramm purem Gold, 380 Gramm Silber und 22 Gramm Kupfer) im Materialwert von 700 Euro freuen, bei den „Silberathleten“ beläuft sich der Materialwert auf 278 Euro (385,34 Gramm Silber und 26.66 Gramm Kupfer). Die „Bronzeathleten“ hingegen haben einen Materialwert von lediglich 2,28 Euro (fast ausschließlich Kupfer mit geringen Beimengungen von Zink und Blech) um den Hals baumeln – was natürlich die Freude und den ideellen Wert nicht schmälern sollte!

Interessantes Detail am Rande – dank des in den vergangenen Jahren rapide gestiegenen Goldpreises (derzeit 1621 USD je Feinunze) sind die in London 2012 errungenen Medaillen deutlich mehr wert als bei den Spielen in Peking. Der Goldanteil im umgerechneten Wert von nun 425 Euro je Medaille belief sich vor vier Jahren noch auf 252 Euro.

Weitere Informationen: www.ezonomics.com/press (in englischer Sprache)

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Patrick Herwarth

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