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Kryptisch oder interessant? Bitcoins & Co im Überblick.

Trotz seiner noch relativ jungen Geschichte, den Gerüchten und der starken Kursschwankungen, das Geschäft mit dem Cybergeld boomt. Viele dieser Währungen gelten schon fast als Must-have im Anlageportfolio. Aber wie bei jedem anderen Hype, bei dem viele Spekulationen, so genannte „neue Experten“ und jede Menge leicht verfügbare Informationen aus dem Internet im Spiel sind, ist das Risiko in Schwierigkeiten zu geraten durchaus hoch. Was hat es also mit den neuen Währungen auf sich und was sollte man darüber wissen? Bevor wir uns über diese wichtigen Fragen Gedanken machen, kannst du dir hier einen guten Überblick über dieses absolute Trend-Thema verschaffen.

Kurswahnsinn

Auf und ab des Cybergelds.



2016 und 2017 gab es einen der stärksten, preisbezogenen Hypes um Bitcoins. Während ein Bitcoin Anfang 2016 noch 400 Euro kostete, stieg der Kurs bis Ende 2017 auf über 19.000 US-Dollar. Was seitdem passiert ist, gleicht einer Achterbahnfahrt. Zwei der bekanntesten Krypto-Währungen, Bitcoin und Ether, haben dieses Jahr innerhalb weniger Stunden zwischen 30 und 50 Prozent ihres Wertes verloren.

Kryptowährungen sind gekommen, um ein Bezahlsystem zu schaffen, das den Menschen mehr Selbstbestimmung und Anonymität ermöglichen soll. Ob sich dadurch die Gelegenheit zu investieren präsentiert oder ein zu hohes Risiko? Wichtig ist, wie immer bei einer Investition, überlegt zu handeln.

Eine andere, wichtige Frage: Ist Kryptogeld für Investoren eher Kryptonit oder erfolgversprechend? Alle, die einer Anlage in diesem Bereich eher positiv gegenüberstehen, sollten zuerst verstehen, was hinter diesen neuen boomenden Begriffen steht. Also weiterlesen. Du könntest interessante Erkenntnisse gewinnen.

Kryptisch oder interessant, ING News

Zahlungsmittel der Zukunft oder Spekulationsobjekt

Kryptowährungen sind virtuelle, digitale Währungen, die es in echt nicht gibt. Es ist also virtuelles Buchgeld. Die verschiedenen Währungen unterscheiden sich durch Eigenschaften und Projekte bzw. Technologien, die dahinterstehen. Spätestens seit diesem Jahr sind sie für die Finanzwelt mehr als nur eine Randnotiz.

Hohe Wachstumsraten und Renditechancen haben Investoren dazu gebracht in dem Bereich aktiv zu werden. Für private Anleger ist es manchmal etwas schwierig, sich einen guten Überblick zu schaffen. Dank einer Krypto-Evolution gibt es mittlerweile mehr als 8.400 Kryptowährungen (siehe etwa companisto.com). Darunter sind einige als hochspekulativ und schwankungsanfällig einzustufen.

10 bekannte, virtuelle Währungen im Überblick:

Bitcoin – gehört zu den ersten Kryptowährungen, gibt es seit 2008. Alle Zahlungen sind digital, verschlüsselt und finden ohne dazwischen geschalteten Vermittler statt. Transaktionen werden immer in der Blockchain festgehalten, was sie zurück verfolgbar macht.
Ethereum – Das ist eine Finanzierungsform für Start-ups, die Ihr Geschäftsmodell auf der Grundlage von Kryptowährungen oder Blockchain haben. Die verwendete Währung heißt Ether – und ist das Zahlungsmittel zur Verarbeitung von Transaktionen.
Bitcoin Cash – Eine Abspaltung von Bitcoin. Der Grund dafür war die Erhöhung der Blockgröße der Bitcoin-Blockchain von 1 MB auf 8 MB.
Ripple – Ein dezentrales Blockchain-Netzwerk für den globalen Zahlungsverkehr, eine öffentliche Datenbank mit einem Register von Kontoständen. Die interne Währung heißt Ripples.
Dash – Eine Open-Source-Kryptowährung auf Peer-to-Peer-Basis, d.h. die Kunden können direkt oder über einen vermittelnden Server tätig werden. Was die Funktionalitäten betrifft ist Dash mit Bitcoin zu vergleichen. Was anders ist, die Transaktionen sind nicht öffentlich und in der Blockchain einsehbar.
Litecoin – Diese digitale Währung ist wie Bitcoin ein Peer-to-Peer-Netzwerk und ein Open-Source-Software-Projekt, gibt es schon seit 2011 und gehört damit schon zu den Urgesteinen.
Monero – Das ist eine aufstrebende Kryptowährung. Sie ist dezentral, anonym und im Gegensatz zu Bitcoin ist keine Nachverfolgung der Transaktionen möglich. Dies soll die Anonymität der Nutzer stärken.
NEO – Eine verteilte Datenstruktur auf Blockchain-Basis, die in gewisser Hinsicht Ethereum ähnlich ist. Auch hier können dezentrale Applikationen implementiert, ausgeführt und verwaltet werden.
NEM – Dieses Peer-to-Peer-Netzwerk auf Blockchain-Basis heißt New Economy Movement und gibt es seit 2015. Das erklärte Ziel der Kryptowährung ist es, eine nachhaltige Wirtschaftsordnung bereitzustellen.
IOTA – Dieses Modell ist anders und folgt den Prinzipien der anderen Kryptowährungen nicht. Die Grundlage ist keine klassische Blockchain. Ein Berliner Startup hat eine neue Technologie namens Tangle dafür entwickelt. Sie soll bei den Internet-of-Things eingesetzt werden.

Wichtiger Tipp für jede Form der Anlage:

Verschaffe dir als Investor ein klares Bild der Anlagen, für die du dich interessierst. In diesem konkreten Fall geht es zum Beispiel um Technologien. Schau was dahintersteht, entwickle ein Gefühl für das dazugehörige Risikoprofil und überlege, ob und warum eine Investition interessant sein könnte.

 
Boom der Kryptowährungen

Was spricht für oder gegen den Umgang mit Kryptowährungen?

So weit so gut, investiert. Bisher haben wir nur über den Anlagewert gesprochen. Erwähnenswert ist aber auch die Tatsache, dass viele Geschäfte ihren Kunden die Möglichkeit bieten, mit Kryptowährungen zu bezahlen. Nichts desto trotz ist das Digitalgeld wegen der starken Wertschwankungen vorerst nur bedingt als Zahlungsmittel für den Alltag geeignet. Wer mit Bitcoins oder anderem handeln oder bezahlen möchte, dem sollte klar sein, dass Kryptowährungen ein sehr komplexes Thema sind. Und dass die einzelnen Währungen sowohl Vorteile als auch Nachteile mit sich bringen. Nimm dir also Zeit, überlege gut, bevor du dich entscheidest. Wir haben eine kleine Liste der Vor- und Nachteile für dich zusammengestellt.

Boom der Kryptowährungen


Was spricht für oder gegen ein Investment in Kryptowährungen?

Nimm dir Zeit und überlege gut, bevor du dich für etwas entscheidest. Wir haben hier eine kleine Liste für dich zusammengestellt.


Positiv ist ...

  • wenn man an eine bestimmte Technologie, z. B. Blockchain, glaubt, kann man Coins auswählen, die den Fortschritt dieser Technologie unterstützen.

  • Die Transaktionen sind meistens schneller, passieren oft in Echtzeit und sie sind auch günstiger. Um damit zu bezahlen, ist keine Bank notwendig.

  • jeder, der einen Internetzugang hat, hat Zugang zu diesen Währungen und kann damit ein bisschen spekulieren.

  • diese Währungen sind unabhängig von Zentralbanken und Staaten.

  • die Geldschöpfung hat Grenzen. Kryptowährungen können nicht „gedruckt“ werden. Die Chancen auf Wertsteigerungen sind damit auch gegeben.

  • alle Vorgänge passieren anonym und finden nur zwischen den Beteiligten statt.

  • Währungen und auch die Inflation können damit abgesichert werden.

Negativ ist ...

  • es gibt keinen Schutz für Anleger. Kryptowährungen entziehen sich der Regulierung. Das Risiko des Handelns liegt nur auf Investorenseite.

  • diese Währungen haben keine offizielle Grundlage, die Akzeptanz hängt davon ab, wie bekannt die Währung ist. Kryptowährungen einzukaufen ist einfach, umtauschen schon komplizierter.

  • es sind nur elektronische Zahlungen möglich.

  • die Kursschwankungen, mitunter aus unerfindlichen Gründen, sind enorm. Die Chancen zu verlieren sind mindestens genauso hoch, wie die zu gewinnen. Investoren, Unternehmen oder Staaten, die daran Interesse haben, können die Kurse möglicherweise beeinflussen.

  • die fehlende Transparenz bzw. die Anonymität könnte ein Grund für kriminelle Aktionen sein. Durch Hackerangriffe haben Anleger in der Vergangenheit ihr gesamtes Kryptovermögen verloren. Und wenn der Zugang zum digitalen „Wallet“ einmal weg ist, ist auch der Inhalt der virtuellen Brieftasche verloren.

  • der Stromverbrauch und die notwendige Rechenkapazität sind ein nicht zu vernachlässigender Faktor. Auch die Transaktionsgeschwindigkeit kann sehr unterschiedlich sein.


Boom der Kryptowährungen

Achtung! Achtung! Aber worauf?

Die rein digitalen Zahlungssysteme für bargeldlose Transaktionen sind immer wieder Grund für Klagen. Deshalb ist eine erhöhte Vorsicht wichtig. So hört man von Werbeanrufen, die man gar nicht wollte und in Österreich auch nicht erlaubt sind. Ein anderes Mal liest man in den sozialen Medien von einem Interview, das Kryptowährungen lobt, das es aber so gar nicht gegeben hat. Nicht so seriöse Plattformen erkennt man auch oft an überzogenen Gewinnversprechen oder auch daran, dass es keine Ausstiegsmöglichkeiten gibt.

Die Österreichische Nationalbank (OeNB) hat sich unlängst in einer Analyse kritisch mit Bitcoin und ähnlichen Krypto-Projekten auseinandergesetzt. Fazit: Sie sind höchst spekulativ, bergen hohe Risiken und eignen sich nicht als Währung. Es gebe eine geringe Transparenz, wenig Informationen und die Kurse unterliegen extremen Schwankungen. Der VKI spricht bei Bitcoin von einem reinen Spekulationsobjekt.

Nützlicher Hinweis für Einsteiger:

Falls du dich für Kryptowährungen interessierst, hol dir jede Information, die dir helfen könnte. So findest du z. B. auf der Arbeiterkammerseite * viel Wissenswertes und Tipps dazu.

 
Boom der Kryptowährungen

 

Achtung! Achtung! Aber worauf?

Die rein digitalen Zahlungssysteme für bargeldlose Transaktionen sind immer wieder Grund für Klagen. Deshalb ist eine erhöhte Vorsicht wichtig. So hört man von Werbeanrufen, die man gar nicht wollte und in Österreich auch nicht erlaubt sind. Ein anderes Mal liest man in den sozialen Medien von einem Interview, das Kryptowährungen lobt, das es aber so gar nicht gegeben hat. Nicht so seriöse Plattformen erkennt man auch oft an überzogenen Gewinnversprechen oder auch daran, dass es keine Ausstiegsmöglichkeiten gibt.

Die Österreichische Nationalbank (OeNB) hat sich unlängst in einer Analyse kritisch mit Bitcoin und ähnlichen Krypto-Projekten auseinandergesetzt. Fazit: Sie sind höchst spekulativ, bergen hohe Risiken und eignen sich nicht als Währung. Es gebe geringe Transparenz, wenig Informationen und die Kurse unterliegen extremen Schwankungen. Der VKI spricht bei Bitcoin von einem reinen Spekulationsobjekt.

Megatrends im Fokus

Zum Abschluss noch etwas über den richtigen Umgang.

Wir hoffen, dass dieser Artikel viele Fragen beantworten konnte und dir geholfen hat, neues Wissen anzueignen. Für alle, die vom Krypto-Hype profitieren möchten, noch eine letzte und sehr wichtige Information: Die Hausbank kann dir bei Kryptowährungen nicht behilflich sein. Wenn du dich also für den Bereich interessiert und mit Kryptowährungen handeln oder bezahlen möchtest, solltest du dich auf einer Krypto-Handels-Plattform anmelden und registrieren. Voraussetzung dafür ist die Installation einer Open-Source-Software. Da gibt es z. B. Clients oder sogenannte „Wallets“. Außerdem interessant, ist eine Liste mit Geschäften und Unternehmen, die Kryptowährungen akzeptieren.

Für alle anderen, vielleicht braucht ihr noch mehr Zeit zum Nachdenken oder ihr habt einfach noch kein bestimmtes Interesse, haben wir eine gute Nachricht. Die Digitalisierung und andere aktuelle Markttrends machen auch vor Währungen nicht halt. Wenn man sich also bei Anlagen an diejenigen halten soll, die man besser kennt, werden in vielen Bereichen durchaus gute und interessante Investment-Möglichkeiten zu finden sein.

Anlagetipp!

Für alle, die bereits das eine oder andere Finanzprodukt im Auge haben, mit unserer Fondsuche kannst du den passenden Fonds finden, um deine persönlichen Anlageziele zu erreichen.
Du kannst ein Stichwort eingeben oder einen Aktienfonds mit Schwerpunkt, der für dich besonders interessant ist, selbst wählen.

 

Fragen

Finde gleich selbst alle Informationen unter Häufige Fragen und Antworten.

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