Springe direkt zu: Startseite (ALT+1) Zum Inhalt (ALT+2) Zu den Zusatzinformationen (ALT+3) Zum Anfang (ALT+4) Zum Online-Banking Login (ALT+5)
Jahresrückblick auf die Aktienmärkte 2020, ING Austria

Der Einfluss der weltweiten Pandemie auf Wirtschaft und Märkte.

Viele nützen den Jahreswechsel, um auf die Momente des vergangenen Jahres zu schauen, die uns in Erinnerung bleiben werden. Und es steht fest, es war einzigartig und noch nie dagewesen. Die Covid-19-Pandemie hat alles verändert.

Während im Jänner noch davon die Rede war, nein, der Virus ist und bleibt in Asien, China, dort ist seine Grenze, kam spätestens im Frühjahr die Erkenntnis, dass sich die Infektionen weltweit rasant vermehren werden. In dieser Zeit ging es ganz besonders darum die Gesundheitssysteme nicht an Ihre Grenzen kommen zu lassen. Deswegen wurde daraufhin im ersten Drittel des Jahres das öffentliche Leben in vielen Ländern der Welt ganz heruntergefahren. Ab da war das Wort „Lock-down“ in aller Munde.

Wenn weltweite Lieferketten an Grenzen stoßen

Das komplette Herunterfahren des öffentlichen Lebens hat einerseits zu einer Beruhigung der Infektionszahlen geführt. Und andererseits dazu, dass nichts Unkontrolliertes passiert ist. Gleichzeitig wurden wirtschaftsseitig schnell Konsequenzen spürbar. Denn durch das zwangsweise Zusperren von asiatischen Unternehmen ist es vielleicht schneller als gedacht zu Engpässen in den weltweiten Lieferketten gekommen. Die Produkte kamen nicht mehr so schnell nach, wie man es bisher gewohnt war. Die Automobilhersteller sahen sich mit notwendigen Produktionseinschränkungen konfrontiert. Und auch im medizinischen Bereich war es bei den Medikamenten so, dass eine gewisse Abhängigkeit von asiatischen Lieferanten offensichtlich wurde.

Daraufhin haben einige Politiker als Reaktion den Wunsch geäußert, die Produktionen wieder mehr nach Europa zu verlagern. Damit es eben beim nächsten Mail nicht mehr zu solchen Lieferschwierigkeiten kommen könnte. Es gab auch Lieferketten, die angepasst wurden. Die Gelegenheit haben manche gleich dazu genützt, innovative Methoden wie z. B. 3D-Druck einzusetzen. Dazu wurden z. B. Pläne eines geplanten Bauwerks auf digitalem Weg geliefert. Außerdem haben Auftraggeber, Teile, die sie für eine fortlaufende Produktionskette gebraucht haben, direkt vor Ort gedruckt.

Zur Sicherheit für Wirtschaft und Märkte – Hilfe ist unterwegs.

Volkswirtschaftlich gesehen ist ein Lockdown nichts anderes als eine Katastrophe für die Wirtschaftsleistung. Im ersten Quartal dieses Jahres waren die Covid-19-Auswirkungen in Deutschland vergleichsweise wenig zu spüren. Das BIP (Bruttoinlandsprodukt) ist im Vergleich zum Vorjahr um 2,2% geschrumpft. Ganz anders im 2. Quartal. Da waren die unangenehmen Nebenwirkungen eher grenzenlos, möchte man sagen. Von April bis Juni gab es im Vergleich um 9,7% weniger BIP. Und im 3. Quartal kam es vom statistischen Bundesamt die Information, dass das BIP im Vergleich zum Vorjahr wieder um 8,2% gestiegen ist. Das hatte damit zu tun, dass im Sommer die strengen Maßnahmen gelockert wurden und auch damit, dass die Bundesregierung ein milliardenschweres Hilfspaket mit vielen Maßnahmen auf den Weg schickte.

Kaum ist der Corona-Schock vorbei, erholen sich die Finanzmärkte wieder.

Auf den virtuellen Floors der Aktienmärkte ist es als Reaktion auf Covid-19 und den tragischen Konsequenzen für die ganze Welt drunter und drüber gegangen. Der DAX hatte Mitte Februar noch ein rekordverdächtiges Hoch mit 13.795 Punkten und brach im darauffolgenden Monat um rund 40% ein. Zum Glück kann man sagen, sind viele Staaten sofort aktiv geworden. Sie haben unterstützt wo es nur ging, und nicht nur das, auch die Zentralbanken haben sich an den Unterstützungsmaßnahmen beteiligt. Was dazu geführt hat, dass diese schnell gewirkt haben, und die Märkte sich auch wieder schnell erholen konnten. So war der der US-Technologiebarometer NASDAQ 100 schon im Juni 2020 wieder bei einem markierten Rekordhoch.

Anfang März haben die Vereinigten Staaten die Leitzinsen gesenkt. In zwei Schritten, von 1,50% bis 1,75% auf 0,00% bis 0,25%. Außerdem hat Jerome Powell, Fed-Chef, einen Wechsel der Strategie angekündigt: Das Inflationsziel, das die US-Notenbank verkündet hat, soll flexibler gehandhabt werden. Dem folgend ist es möglich, dass in Zukunft die Preissteigerung länger über dem Ziel der Fed von 2,00% liegt. Vorausgesetzt sie hat sich vorher länger unter dieser Grenze bewegt. Das Niedrigzinsumfeld in den Vereinigten Staaten wird damit wohl noch eine Weile dauern. Powell sprach auch davon, dass es wahrscheinlich bis 2023 anhalten wird.

Auf der anderen Seite haben wir die EZB, welche im Zuge der Krise ihre Anleihekäufe mit dem Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP) ausgeweitet hat. So wurde das Volumen der Anleihekäufe auf über 1 Billion Euro erhöht. Ökonomen sagen auch, dass sie damit rechnen, dass die EZB bei ihrem Inflationsziel („unter aber nahe 2,0%“) so agieren es der Fed gleichen machen wird. Man kann also davon ausgehen, dass das Niedrigzinsumfeld auch im Euroraum weiter Bestand haben wird.

Die Wahlen in den USA und die Hoffnungen, die damit verbunden waren.

Die Wahl des neuen Präsidenten war auch von der Pandemie geprägt. Die Demokraten konnten vielleicht keinen Erdrutschsieg für sich beanspruchen. Aber mittlerweile steht Joe Biden als „President-elect“ fest. Die Klagen, die der noch amtierende Präsident Donald Trump, angestrengt hat und noch anstrengt, werden das Ergebnis nicht verändern.

Biden Amtsantritt wird wohl dazu führen, dass Unternehmen aus den Bereichen Erneuerbare Energie und Infrastruktur gewissermaßen im Mittelpunkt stehen. So gibt es auf der einen Seite die EU, die mit dem „Green Deal“ die Wirtschaft nachhaltig gestalten möchte. Und auf der anderen Seite des Ozeans wird auch Biden Amerikas Wirtschaft vorwärtsbringen wollen, um bis Mitte dieses Jahrhunderts klimaneutral zu sein. Nicht sicher ist, ob sich der Konflikt im Handel zwischen EU und USA lösen lassen wird. Biden wird wahrscheinlich keine neue Eskalationsrunde bei den Strafzöllen hervorrufen wollen. Er ist viel mehr darauf aus, die Wirtschaft Amerikas zu stärken. Sein Slogan im Wahlkampf „Buy Amercian“ war demnach passend.

2021 wird ganz bestimmt zu einem großen Teil mit der Hoffnung auf wirksame Covid-19-Impfungen verbunden werden. Der Impfstoff muss in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen, damit die Immunisierung so weit wie möglich gehen kann. Bis dahin wird aber noch ein wenig Zeit vergehen. Da an der Börse aber nicht die Gegenwart, sondern die Zukunft gehandelt wird, hat sich nach den ersten Meldungen die Impfungen betreffend ein Favoritenwechsel am Aktienmarkt bemerkbar gemacht. Besonders beliebt waren Dienstleistungen bzw. Aktien, die in der Corona-Krise sehr gefragt waren. Bei den Anteilscheinen von Unternehmen waren jene beliebter, die ein zyklisches Geschäftsmodell verfolgen. Ökonomen haben für 2021 auf jeden Fall eine spürbare Erholung der Weltwirtschaft vorausgesagt. Da kann es für Anleger durchwegs interessant sein, die Bereiche, die mit Industrie und Chemie zu tun haben, weiter zu beobachten, da sie von der besseren wirtschaftlichen Lage wahrscheinlich profitieren werden.

Das Wissenspaket für deine Zukunft

Du interessierst dich für die Börse, Wirtschaft, Finanzen oder nachhaltige Anlage? Auf unserem Blog greifen wir diese Themen auf und haben spannende Einblicke für dich zum Nachlesen.

Fragen

Finde gleich selbst alle Informationen unter Häufige Fragen und Antworten.

Formulare

Nutze die Formulare unter Dokumente & Upload oder das Kontaktformular.

Telefon

Du erreichst uns unter 01 90202: Montag bis Freitag (ausgenommen Feiertage) von 9 bis 17 Uhr.

Vielleicht auch interessant:

Zum Anfang scrollen
Für ein besseres Nutzererlebnis aktivieren Sie bitte JavaScript in Ihrem Browser.